SORGENKIND

Sa 04 05
Delta Konzerte präsentiert
SORGENKIND
Café Central Weinheim

Einlass: 

20:00

Beginn: 

21:00

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„Die Sorge ist das Verhältnis zum Leben“, hat ein ziemlich besorgter Søren Kierkegaard einst behauptet, und Niko Haug, seit über 10 Jahren besser bekannt als Sorgenkind (in) der deutschsprachigen Hip-Hop- und Musikwelt, würde das wahrscheinlich sogar unterschreiben. Seinem Künstlernamen alle Ehre macht der in Bremen geborene, im ländlichen Oberfranken aufgewachsene und seit Jahren in Düsseldorf stationierte Sänger und MC allemal – denn das Telefon klingelt natürlich nicht zur vereinbarten Zeit, sondern erst knapp zwei Stunden später. „Ja, der Sound ist inzwischen zwar schon etwas erwachsener geworden, die Person dahinter ist aber immer noch dieselbe verpeilte Person, die morgens das Telefonat verpennt“, entschuldigt er sich denn auch schmunzelnd und man hört das Achselzucken förmlich: Manche Dinge ändern sich wohl nie – was soll’s. Musikalisch jedoch ist viel passiert bei Sorgenkind, der sich im Herbst 2018 mit neuen Tracks zurückgemeldet hat („Um uns“) und nun langsam aber sicher auf den dritten Albumzyklus zusteuert. 

Willkommen bei Niko Haug alias Sorgenkind. Für den geborenen Bremer widersprechen sich Rap und Gesang nicht, sondern ergänzen sich. Er brachte sich das Singen im Auto beim Radiohören bei - mit Robbie Williams als eines der Vorbilder. Rappen hat er auch nicht wirklich geübt, es hat sich eben so entwickelt. Ohne sich für eins von beiden zu entscheiden, macht er nun schon seit 10 Jahren Musik.

Sein musikalischer Werdegang erstreckt sich von ersten Gehversuchen in der RBA (u.A. Talentschmiede für Kollegah, Casper oder Cro) und dem Videobattleturnier (Sprungbrett für u.A. Weekend & Lance Butters) bis hin zu seinen zwei Soloalben. Er veröffentlicht 2009 „Weltretter auf Jobsuche“ und 2012 „Von A nach X“. So vielseitig er als Mensch auch ist, so unterschiedlich waren die Alben. Das erste noch selbstironisch und jugendlich leicht, das zweite über weite Strecken selbstreflektiert ernst, melancholisch und reich an Bildsprache. Auf der Ep „Sommerloch“ (2014) fand Sorgenkind eine neue Mitte. Süße Melancholie und bitterer Humor halten Händchen. Er hat sich irgendwo zwischen den Stühlen mit Kopfnickerbeats und radiotauglichen Ohrwürmern positioniert. Natürlich weiß er um seine Widersprüche, doch er erkennt sie als Bereicherung, nicht als Problem.